TIP-Verfahren

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Verfahrensbeschreibung:
 

Das TIP-Verfahren ist die grabenlose Erneuerung in gleicher Trasse. Dabei werden Kurzrohre aus PP-HM eng am Altrohr anliegend (tight in pipe) in die zu sanierende Haltung eingebaut
[Zum Beispiel Neurohr PP-HM Da 292 x  13,0 bei Altrohrgröße DN 300].

Grundsätzlich gibt es drei Einbauvarianten. 1) Schacht zu Schacht; 2) Grube-Schacht; 3) Grube zu Grube.

Die statische Zuglafette wird hierbei je nach örtlichen Randbedingungen im Schacht oder einer dafür ausgehobenen Maschinengrube platziert und anschließend ein Gestänge in das Altrohr eingeschoben. In der Einziehgrube oder –schacht angelangt erfolgt die Anbindung der Führungs- bzw. Kalibrierhülse mit integriertem Neurohr aus Polypropylen. Durch den manuell auf bis zu 400 KN (40 to.) einzustellenden Kraftaufwand können mit Hilfe der patentierten Führungshülse Deformationen (Streckenschäden bis max. ca. 20 % der Nennweite) und Versätze (bis max. ca. 10 % der Nennweite) ausgeglichen, und der kreisrunde Zustand wiederhergestellt werden [Extremere Schäden wie z. B. Teil- und Totaleinsturz können ähnlich dem TIP-Verfahren mit dem Kaliberberstlining-Verfahren behoben werden. Das neu einzuziehende Rohr liegt hierbei mit definiertem Ringraum nicht eng an der Altrohrleitung an, z. B. Neurohr Da 280 x 18,00 mm bei Altrohrgröße DN 300].

 
Besondere Vorteile des TIP-Verfahrens

Einsetzbar bei fast allen Schadensarten (Kleine bis mittelschwere Deformation bis ca. 20% des Querschnitts bei begrenzten Streckenschäden, Riss- und Scherbenbildung, Versatz bis ca. 10 % des Querschnitts, fehlende Rohrstücke, geringem Wurzeleinwuchs etc.).

Wiederherstellung des Kreisprofiles bei Deformation, Versatzbildung.

Neues Vollwandrohr mit hohem Abnutzungsvorrat (ähnlich der Erneuerung). Durch die einfach strukturierte Arbeitsweise sowie durch das werkseitig nach DIN vorgefertigte Neurohr ist eine gleichbleibende Qualität, unabhängig vom Ort des Einbaus, gewährleistet.

Sicher Anwendbar nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik, (DIN 18319, DIN EN 12889, DIN EN 752-5, ATV M143, ATV A125 und A149, A127-2).

Minimaler Querschnittsverlust bei Wahl des entsprechenden Rohrmaterials mit Zwischenmaß (beispielsweise Altrohr Stz. DN 250; Neurohr PP-HM Da 242 mm).

Wiederherstellung der statischen Tragfähigkeit.

Kleine und übersichtliche Baustelleneinrichtung, kaum Verkehrsbeeinträchtigungen.

Kaum Tiefbauarbeiten, außer bei Langrohreinzug. Hydraulisch günstiger K-Wert.

Grabenlose Anbindung der Hausanschlüsse ab Altrohrgröße DN 250 (200) möglich.


Kurze Montage- und Rüstzeiten reduzieren Baukosten und Bauzeit.

Bei Ablauf der Lebenszeit keine Altlast im Kanal, sondern recyclingfähiges Material als kostbarer und wiederverwertbarer Rohstoff!

Durch die einfach strukturierte Arbeitsweise sowie durch das werkseitig nach DIN vorgefertigte Neurohr ist eine gleichbleibende Qualität, unabhängig vom Ort des Einbaus, gewährleistet!

Zu beachten:


Einsatzbereich Schacht-Schacht: DN 150-DN 400

Einsatzbereich Grube-Schacht: DN 150-DN 400

Einsatzbereich Grube-Grube: DN 150-DN 500

Reinigung des Altkanals vor dem Einbau der Rohre. Die Rohrsohle muss frei von Hindernissen (verfestigte Ablagerungen/ Scherbenstücke, etc.) sein!

Bei Arbeiten mit Kurzrohren von Schacht zu Schacht ist ein geradliniger Verlauf der Altrohrtrasse Voraussetzung.

Langrohreinzug: Hier ist eine Einziehgrube zum Einfädeln des Neurohres nötig.

Stärkerer Wurzeleinwuchs bzw. Wurzelnester müssen entfernt werden.

Bei stärker ausgebildeten Unterbögen ist mit einem erhöhten Kraft- und Zeitaufwand zu rechnen. Hier empfiehlt sich ein statisches bzw. dyn. Kaliberberstlining (Neurohr mit definiertem Ringraum, welches nicht eng am Altrohr anliegt).

Die Haltung ist im Vorfeld mittels TV-Inspektion zu untersuchen. Einragende Hindernisse sollten im Vorfeld entfernt werden.

Bei Teil- bzw. Totaleinsturz sollte auf das Kaliberberstlining-Verfahren (dynamisch oder statisch) zurückgegriffen werden.

Es können Haltungen aus Stz. bis ca. 60 m Länge, aus Beton bis DN 250 und ca. 40 m Länge (>40 m bearbeitet werden.
Bei Altrohren aus Beton sollte in jedem Fall der Rat eines Experten hinzugezogen werden! Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf!

Auf ausreichende Platzverhältnisse für Rohreinzug bzw. Maschineneinbau in den Schächten achten, insbesondere in der Vorplanung!

Bei Betonrohren ist bei größeren Profilen ab DN 400 das Altrohr mit einem Polymer zu benetzen.